Sven in Chile

Mein Jahr in Chile

17.08.2026

3. Beitrag: Die etwas andere Schule

So, jetzt bin ich auch schon 3 Wochen in Chile und knapp 10 Tage in der Schule gewesen. Und so ziemlich alles ist ganz anders. Schuluniform, mehr Lektionen in der Schule, dafür lockere, …

Zuerst dachte ich, ich müsse direkt nach meiner Ankunft am 15. August am Montag in die Schule, jedoch konnte ich erst am Donnerstag gehen, da ich noch einige Probleme mit irgendwelchen Dokumenten, welche ich für die Schule brauche, hatte. Deshalb habe ich mit meiner Gastfamilie in den ersten Tagen einmal Viña del Mar und einmal Valparaíso besucht. Am ersten Schultag wurde ich direkt ein wenig überrascht, da die Schule nur zwei Eingänge hat und irgendwie Gefängnis-Vibes gibt. Das ganze Gelände wird von einer ca 2.50 Meter hohen Mauer mit Stacheldraht umrahmt, die Fenster haben Metallstäbe dran, … ganz anders als in meiner Schule in der Schweiz. Als dann die Lektion um 8 Uhr beginnen sollte, war die Hälfte der Klasse noch nicht anwesend, unter ihnen auch die Lehrerin hahahaha. Und so ging es den ganzen Tag weiter. Die Lektion beginnt immer erst 5-10 Minuten später, als es im Stundenplan steht. Die Atmosphäre im Klassenzimmer ist viel lockerer und es ist meist kein Problem, wenn man etwas isst oder ein bisschen im Zimmer herumläuft. Statt nur ungefähr 20 Schüler sind hier 40 in einer Klasse, was meiner Meinung nach zu viele sind.

In der Schule verstehe ich in einigen Fächern so gut wie alles, wie zum Beispiel in der Mathe, wo das Niveau etwas tiefer ist, aber in anderen Fächern wie Chemie, Physik und Biologie verstehe ich kein Wort. Das liegt aber nicht nur an der Sprache… Mit der Gastfamilie kann ich nur auf Spanisch sprechen, da sie kein Englisch können, aber ich mache gute Fortschritte, glaube ich zumindest. Der Übersetzer wird auf jeden Fall immer weniger benötigt! Jetzt muss ich einfach mal die Zeitformen lernen, denn ich spreche fast nur im Präsens momentan. Ansonsten habe ich mich langsam recht gut an den Alltag hier angepasst, was mich immer noch ein wenig stört ist die Temperatur im Haus, denn eine Heizung gibt es nicht…

Am 1. September dann hatte die Schule den ersten kleinen Anlass. Es gab eine kleine Zeremonie als Beginn für die Fiestas Patrias. Das sind hier die Nationalfeiertage. Der eigentliche Nationalfeiertag ist der 18. September, jedoch wird der ganze Monat durch ein wenig gefeiert. Ganz anders als in der Schweiz, wo es um den 1. August nicht viel mehr als ein wenig Feuerwerk und ein Abendessen mit Familie oder Freunden gibt. In ein paar Tagen muss ich dann wegen den Nationalfeiertagen selbst etwas vortanzen mit meiner Klasse, darauf freue ich mich nicht wirklich haha. Den Tanz kann ich noch nicht so gut, einige Schritte sind für mich einfach unmöglich zu lernen. Aber ich freue mich doch ein wenig darauf… Wie es mir ergangen ist, seht ihr im nächsten Blogeintrag!

Chao und bis bald!

Zweiter Beitrag: Abreisen und Ankommen

14. August.. los geht’s! Heute ist es soweit. Ich fliege nach Chile! Meine Gefühle sind ein reines Chaos. Freude, Angst, Traurigkeit, … der Abschied von meiner Familie und meiner Freundin war sehr schwer. Jedoch freue ich mich sehr auf dieses Jahr in Chile! Trotzdem wurde ich sehr emotional am Flughafen. die letzte Umarmung… Trotzdem bin ich sehr glücklich dieses Austauschjahr machen zu können! Neue Erfahrungen, neue Freunde, ein neues Zuhause.

Heute stand ich um ca. 8 Uhr auf, um die letzten Vorbereitungen zu machen. Kontrollieren ob ich alles eingepackt habe, etc. Um 16:30 haben wir dann den Bus nach Effretikon genommen, um von dort aus mit dem Zug zum Flughafen zu gehen. Zuhause habe ich mich von unserem Hund, Uras, verabschiedet. Am Flughafen hatten wir mehr als genug Zeit! Gepäck aufgeben und die letzten Momente mit der Familie geniessen. Um ca. 18:45 habe ich mich dann von meiner Familie und meiner Freundin verabschiedet. Die letzte Umarmung… mir kamen Tränen.

Und los gehts! Nachdem ich mich von meiner Familie verabschiedet habe habe ich Elina kennengelernt. Sie ist die andere Austauschschülerin aus der Schweiz, die nach Chile in den Distrikt 4320 geht! Wir hatten dieselben Flüge! Im Flugzeug von Zürich nach Madrid kamen mir nochmals die Tränen. 10 Monate sind schon sehr lange…

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Am 15. August gegen 18 Uhr hat mich meine Gastfamilie in Viña del Mar, wo wir einen Tag mit den anderen Inbounds verbracht haben, abgeholt. So eine freundliche und liebenswerte Familie, woww! Sie haben mir einige chilenische Snacks und ein chilenisches Getränk mitgebracht. Es war sehr lecker! Mit meinen beiden Gasteltern kam eine Cousine und Victor, ein Junge aus der Nachbarschaft mich abholen. Das hat die Kommunikation etwas erleichtert, denn meine Gastfamilie kann kein Wort Englisch und ich kann noch fast kein Spanisch!

Dann ging es los nach Villa Alemana, in mein neues Zuhause für die nächsten 10 Monate… bis jetzt gefällt mir Chile sehr!

 

Erster Beitrag: Was packt man für ein Jahr?

Hola a todos!

Die Vorfreude steigt! Noch sitze ich hier im Wohnzimmer in einem kleinen Dorf im Kanton Zürich, doch schon bald bin ich in Chile, genauer gesagt in Quilpué, einer Stadt mit 150’000 Einwohnern. Doch, was nimmt man so mit, wenn man für ein Jahr, in ein ganz anderes Land geht?

Hallo und herzlich Willkommen bei meinem Blog. Ich heisse Sven, bin 15 Jahre alt und nehme euch gerne mit meinem Blog nach Chile mit!

Visum, Packen, Gastgeschenke, Spanisch lernen, Verabschieden von Freunden und Familie… in letzter Zeit war sehr viel los. Alleine bis ich das Visum erhalten habe vergingen ungefähr 2 Monate! Gut eine Woche vor meinem Abflug habe ich noch eine Nachricht erhalten, dass das eine Dokument zu alt sei… trotzdem habe ich es vor kurzem, genauer gesagt eine Woche vor meinem Abflug noch erhalten! Spanisch kann ich bis jetzt noch nicht sehr viel. Davor habe ich ein wenig Angst, denn meine Gastfamilie spricht kein Wort Englisch. Ich denke zu Beginn wird es mit Händen und Füssen irgendwie funktionieren, aber schon bald sollte ich Spanisch verstehen und dann auch sprechen können.

Packen? 1 Koffer à 23kg, Handgepäck à 10kg und ein persönliches Handgepäck à 3kg … nicht sehr viel! T-Shirts, Jeans, Hoodies, … alles muss da rein! Bis jetzt habe ich noch nicht fertig gepackt. Die meisten Dinge liegen auf meinem Bett bereit, damit ich dann am letzten Tag vor dem Abflug alles einpacken kann und mir sicher sein kann, dass nichts vergessen wurde.

Gastgeschenke? Was würdest du in ein ganz fremdes Land für deine Gastfamilie mitnehmen? Etwas, das nicht zu schwer ist und nicht zu viel Platz benötigt. Ich schenke jedem Familienmitglied meiner Gastfamilie ein Victorinox Taschenmesser mit eingraviertem Namen und für die ganze Familie ein Abtrocknungstuch mit Schweizer Motiven, ein Steinbock aus Arvenholz um den Kleiderschrank gut riechen zu lassen, ein Set Jasskarten (ich habe noch 9 weitere Sets dabei) Aromat und ein bisschen Schokolade.

Und wie fühlt es sich an, sein eigenes Zimmer auszuräumen, damit ein brasilianischer Austauschschüler darin leben kann? Komisch. Am 2. August kam Pietro aus Brasilien in meine Familie. Wir haben ihn mit einem Plakat (siehe Bild oben) am Flughafen abgeholt. Ich habe ihm die Schule gezeigt und bin mit ihm Zug fahren gegangen, da er das aus Brasilien nicht so wirklich kennt.

Komisches Gefühl, dass ich in nur ein paar wenigen Tagen auf einem anderen Kontinent sein werde..

Adios!

Rotary Jugendaustausch Schweiz / Liechtenstein
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