Larina in Argentinien

Mein Jahr in Argentinien

17.08.2026

2. Beitrag: Ankommen in Argentinien

Der Abschied von meiner Familie und meinen Freunden am Flughafen war natürlich emotional, wie jeder Abschied. Doch danach stieg die Vorfreude auf Argentinien nach und nach. Jetzt ist es nicht mehr nur ein Traum, sondern es ist real!!! Kein Zurück mehr!

Ich bin mit Nick, einem anderen Austauschschüler, zusammen geflogen, was mich sehr beruhigt hat, denn wenigstens konnte einer von uns beiden etwas Spanisch – und ich war es eindeutig nicht…

Nach 11 Stunden Flugzeit mussten wir in São Paulo, oder eben auch „Sao Pablo“, umsteigen. Ich dachte mir: Easy, am Flughafen können sowieso alle Englisch. Denkste! Es stellte sich heraus, dass sie erstens nur Portugiesisch sprachen und zweitens selbst keine Ahnung hatten. Wir zeigten also einer Mitarbeiterin unser Ticket und fragten sie, wohin wir gehen mussten. Ihre Antwort war ungefähr: „Ich weiß auch nicht, vielleicht nach unten, vielleicht nach oben.“ Schlussendlich haben wir dann doch das richtige Gate gefunden. Als dann aber etwa 10 Minuten lang ein Flug nach Buenos Aires ausgerufen wurde und wir, by the way, kein Wort verstanden, waren wir ziemlich froh, dass es nicht unser Flugzeug war, das gerade gestartet ist…

Am Flughafen in Buenos Aires konnte, wie schon in São Paulo, auch niemand Englisch. Bis wir den Ausgang – übrigens „Salida“ – gefunden hatten, war sicher über eine Stunde vergangen. Als sich dann endlich die Türen nach draußen öffneten, sahen wir unsere Gastfamilien mit einem riesigen Plakat auf uns warten. Ich wurde noch nie so herzlich in meinem Leben begrüßt!

Dort haben Nick und ich uns nun für ein Jahr zum letzten Mal gesehen. Für mich ging es danach direkt weiter nach Buenos Aires. Ich würde sagen, wir haben dort alle Sehenswürdigkeiten in Rekordzeit gesehen. Unsere Tage bestanden hauptsächlich aus Sightseeing und Essen. Am Anfang dachte ich noch, dass ich vielleicht Hunger haben würde, da sie hier ja zu anderen Zeiten essen. Denkste! Denn sie essen nicht nur die drei Mahlzeiten, sondern irgendwie die ganze Zeit. Das erste Mal ein wenig Hunger hatte ich nach etwa fünf Tagen…

Wir haben uns also so zusagen durch Buenos Aires gegessen und dabei alle möglichen Spezialitäten probiert: Asado (traditionelles Fleisch), Alfajor, Dulce de Leche und natürlich war das Erste, was sie mir gekauft haben, ein Mate. So konnte ich schon meine ersten Erfahrungen mit Mate machen.

Ob man sich wirklich an den Mate hier in Argentinien gewöhnen kann oder ihn sogar anfängt zu lieben, erfahrt ihr im nächsten Blog.

Hasta luego!

PS: Und für alle, die sich gefragt haben, ob ich mein Gepäck schlussendlich noch auf 23 kg gebracht habe: Ja, tatsächlich! Ich habe es geschafft!

Erster Beitrag: Der Countdown läuft...

Der Countdown läuft, jetzt kann ich die Tage bis zu meiner Abreise nach Argentinien schon an einer Hand abzählen.

Anfangs Ferien schien alles noch so weit entfernt. Das erste Mal, als es mir richtig bewusst wurde, dass mein grosses Abenteuer schon bald losgeht, war anfangs August, als wir unseren Austauschschüler Holden aus den USA am Flughafen abholten. Holden meinte da zu mir: «Larina, this will be you in two weeks!» Stimmt, habe ich mir gedacht, in zwei Wochen werde ich in Buenos Aires am Flughafen abgeholt… also ich hoffe sehr, dass mich meine Gastfamilie dann auch am Flughafenausgang erwartet.

Da meine Abreise nun von Tag zu Tag näher rückt, steigt auch die Nervosität und die Vorfreude immer weiter an. Ich freue mich riesig, diese Erfahrung machen zu dürfen und den Alltag in einem anderen Land kennenzulernen. Doch ich mache mir natürlich auch einige Gedanken zur Reise, vor allem wegen meinem Spanisch, welches noch nicht richtig existiert. Ich bin mir jedoch sicher, dass ich mich schnell an das Leben dort gewöhnen werde und ich von Tag zu Tag mehr verstehen werde und mein Spanisch immer besser wird.

Letzte Woche bin ich quer durch die Schweiz gereist, um mich von allen Verwandten und Freunden zu verabschieden. Dies war mir sehr wichtig und habe ich genossen. Es hat aber auch sehr viel Zeit in Anspruch genommen. Nicht so schlimm, habe ich mir gedacht, dass Packen geht ja dafür schnell. Denkste! Es ist ja nicht wie Packen für die Sommerferien, sondern Packen für ein ganzes Jahr für ein Land, welches ich vorher noch nie besucht habe. Mir hat es sehr geholfen, Kontakt mit meiner Gastfamilie aufzunehmen und von denen einige Tipps zu bekommen – schwarze Schuhe für die Schule hätte ich sonst sicherlich nicht eingepackt… weil ich gar keine habe.

Also habe ich den heutigen Tag, übrigens einer meiner letzten Tage in der Schweiz, nicht mit Chillen, sondern mit Last-Minute-Shopping verbracht. Jetzt bin ich so richtig erledigt, aber wenigstens ist nun alles bereit. Und da kommt schon das nächste Denkste! Das heisst Gewichtslimite. Ich habe zwar alles Nötige auf einem Haufen, aber dieser Haufen ist zu schwer. Mit Kleidern und ähnlichem habe ich mich zwar recht zurückgehalten, aber ich habe viele Schweizer Souvenirs und Schokolade als Geschenke für meine Gastfamilien und viele andere Leute in Argentinien gekauft. Dies macht schon ein Viertel der Gewichtslimite aus. Dazu habe ich von Freunden in der Schweiz auch Geschenke für meine Reise erhalten, wie z.B. eine Schüttel-Schnee-Kugel, falls ich den Schweizer Winter vermissen sollte.

Ich befürchte, dass mir die Packerei resp. die Gewichtslimite noch ein, zwei schlaflose Nächte bescheren könnte. Ob ich es schaffen werde, alles Nötige plus alle Geschenke in die 23 Kilo zu packen, kannst du in meinem nächsten Bericht nachlesen. Ich bin da selbst auch schon gespannt drauf!

Rotary Jugendaustausch Schweiz / Liechtenstein
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