Der Countdown läuft, jetzt kann ich die Tage bis zu meiner Abreise nach Argentinien schon an einer Hand abzählen.
Anfangs Ferien schien alles noch so weit entfernt. Das erste Mal, als es mir richtig bewusst wurde, dass mein grosses Abenteuer schon bald losgeht, war anfangs August, als wir unseren Austauschschüler Holden aus den USA am Flughafen abholten. Holden meinte da zu mir: «Larina, this will be you in two weeks!» Stimmt, habe ich mir gedacht, in zwei Wochen werde ich in Buenos Aires am Flughafen abgeholt… also ich hoffe sehr, dass mich meine Gastfamilie dann auch am Flughafenausgang erwartet.
Da meine Abreise nun von Tag zu Tag näher rückt, steigt auch die Nervosität und die Vorfreude immer weiter an. Ich freue mich riesig, diese Erfahrung machen zu dürfen und den Alltag in einem anderen Land kennenzulernen. Doch ich mache mir natürlich auch einige Gedanken zur Reise, vor allem wegen meinem Spanisch, welches noch nicht richtig existiert. Ich bin mir jedoch sicher, dass ich mich schnell an das Leben dort gewöhnen werde und ich von Tag zu Tag mehr verstehen werde und mein Spanisch immer besser wird.
Letzte Woche bin ich quer durch die Schweiz gereist, um mich von allen Verwandten und Freunden zu verabschieden. Dies war mir sehr wichtig und habe ich genossen. Es hat aber auch sehr viel Zeit in Anspruch genommen. Nicht so schlimm, habe ich mir gedacht, dass Packen geht ja dafür schnell. Denkste! Es ist ja nicht wie Packen für die Sommerferien, sondern Packen für ein ganzes Jahr für ein Land, welches ich vorher noch nie besucht habe. Mir hat es sehr geholfen, Kontakt mit meiner Gastfamilie aufzunehmen und von denen einige Tipps zu bekommen – schwarze Schuhe für die Schule hätte ich sonst sicherlich nicht eingepackt… weil ich gar keine habe.
Also habe ich den heutigen Tag, übrigens einer meiner letzten Tage in der Schweiz, nicht mit Chillen, sondern mit Last-Minute-Shopping verbracht. Jetzt bin ich so richtig erledigt, aber wenigstens ist nun alles bereit. Und da kommt schon das nächste Denkste! Das heisst Gewichtslimite. Ich habe zwar alles Nötige auf einem Haufen, aber dieser Haufen ist zu schwer. Mit Kleidern und ähnlichem habe ich mich zwar recht zurückgehalten, aber ich habe viele Schweizer Souvenirs und Schokolade als Geschenke für meine Gastfamilien und viele andere Leute in Argentinien gekauft. Dies macht schon ein Viertel der Gewichtslimite aus. Dazu habe ich von Freunden in der Schweiz auch Geschenke für meine Reise erhalten, wie z.B. eine Schüttel-Schnee-Kugel, falls ich den Schweizer Winter vermissen sollte.
Ich befürchte, dass mir die Packerei resp. die Gewichtslimite noch ein, zwei schlaflose Nächte bescheren könnte. Ob ich es schaffen werde, alles Nötige plus alle Geschenke in die 23 Kilo zu packen, kannst du in meinem nächsten Bericht nachlesen. Ich bin da selbst auch schon gespannt drauf!