Letzten Samstag trafen sich unsere Inbounds 2025–2026 zum gemeinsamen Debriefing in Bern. Zum letzten Mal kam die gesamte Gruppe zusammen – ein besonderer Moment für alle Beteiligten. Was folgte, war lebendig, laut und von Herzen.
Im Mittelpunkt stand für die Jugendlichen nicht das Programm, sondern die Menschen, die dieses Jahr geprägt haben. Flaggen wurden kreuz und quer unterschrieben, Freundebücher gefüllt, letzte Worte gewechselt und letzte Pins ausgetauscht. Denn allen war bewusst: So, alle zusammen, wird man sich nie wiedersehen. Genau diese Verbindungen über Länder- und Kulturgrenzen hinweg sind das Herzstück des Rotary Jugendaustauschs.
Neben dem Wiedersehen und dem gemeinsamen Erinnern haben wir auch auf das vergangene Jahr zurückgeblickt. Was lief gut? Wo gab es Herausforderungen – mit Gastfamilien, mit Clubs oder im Alltag in einem fremden Land? Diese Rückmeldungen sind für uns besonders wertvoll, denn sie helfen uns, das Programm Jahr für Jahr weiterzuentwickeln.
Der Juni wird für die Inbounds intensiv. Distriktkonferenzen, Fahnenparaden, Abschiedsfeiern mit Gastfamilien und für einige sogar die einmalige Europa-Tour. All das steht noch bevor, die letzten Wochen, um möglichst viele Erinnerungen zu.
In etwa einem Monat kehren die Jugendlichen in ihre Heimatländer zurück. Für einige wird die Rückkehr eine Herausforderung sein. Nach einem Jahr voller neuer Erfahrungen, Freundschaften und gewonnener Freiheiten fällt die Wiedereingliederung in den gewohnten Alltag nicht immer leicht. Die Jugendlichen haben sich verändert: Sie sind selbstständiger geworden, selbstbewusster, offener und mutiger. Viele berichten, wie sehr sie persönlich gewachsen sind.
Auch die Familien und Freunde zuhause werden diese Veränderung spüren. Denn was vor einem Jahr aufgebrochen ist, kehrt nicht unverändert zurück. Die jungen Menschen haben gelernt, sich in einer neuen Kultur zurechtzufinden, Herausforderungen zu meistern und die Welt aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Sie sprechen neue Sprachen, haben ein internationales Netzwerk von Freunden aufgebaut und Erfahrungen gesammelt, die sie ein Leben lang begleiten werden. Was vor einem Jahr als «Kind» in die Schweiz kam, kehrt nun als weltoffener Mensch zurück – als kleiner Weltenbürger. Darauf dürfen sie stolz sein, und wir sind es auch.
Wir danken allen Inbounds 2025–2026 für ihr Vertrauen, ihren Mut und die vielen bereichernden Begegnungen. Für den letzten Monat ihres Austauschs wünschen wir ihnen unvergessliche Erlebnisse und einen guten Weg nach Hause.
Merice Rüfenacht, Media